JD Racing vor Season 10: Neuanfang mit Porsche-Power und Team-Expansion
Die Motoren heulen wieder auf: Am kommenden Dienstag werden die offiziellen Rennkalender für die Jubiläumssaison 10 veröffentlicht. Für das JD Racing Team markiert dies den Startschuss in seine zweite Endurance-Serie – und das mit einer markanten optischen sowie technischen Neuausrichtung.
Abschied vom Lexus: Der Porsche übernimmt das Zepter
Die wohl größte Nachricht: Der treue Lexus wird in den Ruhestand geschickt. Ab sofort übernimmt der Porsche den Platz als primäres Endurance-Fahrzeug. Optisch bleibt sich das Team treu: Der Bolide wird im beliebten "Sakura Season"-Look erstrahlen, allerdings mit einem frischen, angepassten Farbschema.
Doch nicht nur in der Langstrecke gibt es Neuerungen. Marc Johnson wagt den Umstieg auf den Aston Martin für die GT3-Klasse. Die ersten Tests verliefen vielversprechend: Ein Doppelpodium unterstreicht seine Ambitionen, auch wenn Johnson die Reifen-Temperaturen als kritischen Faktor für die kommende Saison sieht.
„Die Wendigkeit und die brachiale Art der Lenkung beim Porsche machen einfach Spaß“, so Johnson über das neue Endurance-Gerät. „Was den Aston angeht: Ich hoffe, die richtige Wahl getroffen zu haben. Man kann ihn genauso hart rannehmen wie den Porsche, das Handling liegt mir.“
Management im Fokus: René Bergmann setzt klare Grenzen
Für René Bergmann ist es die erste volle Saison als Team-Manager. Er hat bereits in der jüngeren Vergangenheit bewiesen, dass er bereit ist, harte Entscheidungen zu treffen – wie etwa die Rennabbrüche in Le Mans oder den Nicht-Start in Katar. Für ihn steht die Gesundheit und der Spaß der Fahrer an oberster Stelle.
„Das hier ist ein Hobby, und wir müssen realistisch bleiben“, stellt Bergmann klar. „Die Leute sollen sich nicht kaputt fahren. Eine Fahrzeit von 12 Stunden am Stück wird es unter meiner Leitung nicht mehr geben.“
Um die Belastung auf mehr Schultern zu verteilen, treibt Bergmann die Öffnung des Teams voran. Ursprünglich erst für nach der Sommerpause geplant, wurde die Rekrutierung neuer Fahrer nun vorgezogen. Der Grund: Mit aktuell nur drei aktiven Fahrern ist das Team für die anstehenden 6-Stunden-Rennen personell zu dünn aufgestellt.
Herausforderungen und neue Projekte: Reckler und Decker
Auch die anderen Teammitglieder blicken auf eine spannende Zeit:
-
T. Reckler wird in der Einzelsaison weiterhin im McLaren an den Start gehen. Trotz privater Verpflichtungen ist er motiviert: „Nach den letzten Rückschlägen kann es nur besser werden. Wir haben die Kinderkrankheiten überstanden und wollen als Team wieder oben angreifen.“
-
Marcel Decker übernimmt eine neue strategische Rolle. Neben seinen Einsätzen im Porsche wird er das „Team Gojira“ leiten, um die Fahrerstruktur innerhalb von JD Racing zu diversifizieren.
Besonders für Decker ist die neue Saison ein Balanceakt. Nach technischen Problemen durch das letzte Lexus-Update, die das Team viele Punkte kosteten, brennt er auf den Fahrzeugwechsel. Gleichzeitig muss er jedoch auf seine eigene Verfassung achten:
„Ich habe Lust, das ist sicher. Aber ich muss meine Kräfte einteilen, da mir gesundheitliche Probleme aktuell stark zu schaffen machen“, gesteht Decker offen.
Fazit: Ein Team im Umbruch
JD Racing zeigt sich vor Season 10 reflektierter denn je. Mit dem Fokus auf Team-Zuwachs, einer gesunden Balance für die Fahrer und dem technologischen Upgrade auf den Porsche sind die Weichen für eine erfolgreiche Meisterschaft gestellt.
Wir bleiben gespannt, wie sich das Team nach der Veröffentlichung des Rennkalenders am Dienstag aufstellen wird!