DNF BEI 12H VON LE MANS
Das 12-Stunden-Endurance-Testevent in Le Mans stand am Samstag, den 28.02., auf dem Plan – und das JD Racing Team ging mit verkleinertem Kader an den Start. J. Mashevska war im Vorfeld aufgrund eines Vorfalls im Fahrerlager durch Teamchef René Bergmann und Team-Manager Marc Johnson für dieses und ein weiteres Rennen ausgeschlossen worden. Die Hintergründe wurden intern aufgearbeitet und werden der Öffentlichkeit nicht mitgeteilt.
Schwieriger Start und BoP-Hürden
Das Rennen begann aufgrund kurzfristiger BoP-Änderungen (Balance of Performance) bereits mit großen Problemen für das Team. Der Porsche erhielt ein Zusatzgewicht von etwa 7 kg, was das Handling spürbar beeinflusste. Die Setups, die man für diesen Test vorgesehen hatte, funktionierten plötzlich nicht mehr wie gewünscht.
Das Team startete im Mittelfeld des 60 Fahrzeuge umfassenden Feldes. Erst später im Rennen wurde klar, warum im Qualifying nicht die volle Leistung abgerufen werden konnte. M. Johnson übernahm um 11:00 Uhr den Start-Stint. Während der Beginn für das Team reibungslos verlief, spielten sich im Hintergrund bereits die üblichen Startunfälle ab.
Teamgeist vs. Technik und Gesundheit
In den einzelnen Stints und im gesamten Rennverlauf wurde deutlich, dass das JD Racing Team den Langstreckensport lebt und wie ein Uhrwerk funktioniert. Dennoch wurden alte Schwachstellen zum Problem, und kleinere Zwischenfälle zeigten auf, dass man nie genug trainieren kann.
T. Reckler musste das Auto schließlich aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig abgeben; er klagte über Schmerzen im Fuß, die ein Weiterfahren unmöglich machten. Johnson übernahm den Wagen erneut, während im Hintergrund bereits beraten wurde, ob und wie man das Rennen überhaupt beenden könne.
Das bittere Ende
Nach einem absolvierten Doppelstint übergab Johnson das Steuer an Decker. Zu diesem Zeitpunkt stand jedoch bereits fest, dass der Porsche nur noch etwa 22 Runden absolvieren würde, bevor der Befehl "Box to Retire" erfolgte. Am Ende verließen die Fahrer des JD Racing Teams die Strecke mit gesenkten Köpfen. Alle Beteiligten waren vom Ergebnis enttäuscht, nehmen aber dennoch wichtige Lehren für die Zukunft mit.